Indien - Katholische Pfarrgemeinden Mosbach-Radheim-Schaafheim

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Indien

Gemeindeleben
Unterstützung der indischen Mission von Pfr. Babu George



Seit vielen Jahren übernimmt Pfarrer Babu George aus Indien in unseren Gemeinden die Urlaubsvertretung für unseren Pfarrer.
Hier auf dieser Seite erhalten Sie Informationen über Indien und die Arbeit in den dortigen katholischen Gemeinden.

Pfarrer Babu George stammt aus dem indischen Bundesstaat Kerala und betreute die Pfarrgemeinde Pandirimamidigudem, die zum Bistum Eluru im Bundesstaat Andhra Pradesh gehört.
Mit Spendengeldern aus unseren Gemeinden hat er dort eine neue Kirche ( 2008 ) und eine Schule gebaut ( 2011 ).

Im Juli 2014 wurde er in die Pfarrei Jalipudi in der Nähe von Eluru versetzt.
Über seine dortige Arbeit berichtet er bei seinen Besuchen bei uns.

Ein besonderes Anliegen von Pfr. Babu George sind die Kinder, deren Eltern so arm sind, dass sie nicht für sie sorgen können. Deshalb bittet er darum, Patenschaften für diese Kinder zu übernehmen und wäre dafür sehr dankbar. Für ein Kind braucht er etwa 10 € pro Monat. Es würde eine sehr große Hilfe und Unterstützung für seine Arbeit bedeuten.

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Bericht 2018

Meine lieben Freunde der indischen Mission!

Zuerst sage ich Vielen Dank für alles was ihr in den letzten Jahren für meine Missionsarbeit getan habt. Auch bringe ich viele Grüße von Pfarrer Matthäus und den Menschen meiner Mission mit.
Seit 4 Jahren bin ich nun in Jalipudi vor den Toren der Stadt Eluru. Es ist eine sehr arme Region wo die Ärmsten der untersten Kasten leben. Meine Mission umfasst 19 Stationen im Umkreis von 20 km mit ca. 8700 Katholiken.
Seit 2014 bin Domkapitular in unserem Bistum Eluru und arbeite viel mit dem Bischof für die Diözese. Gleichzeitg bin ich Personalreferent unseres Bistums und besuche dadurch regelmäßig viele Pfarreien, auch meine alte Pfarrei Pandirimamidigudem im Urwald. Ich freue mich euch sagen zu können, dass dort alles sehr gut weiterläuft. Nach nun 29 Priesterjahren kann ich meine Erfahrungen in die Missionsarbeit einbringen um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Wie ich schon früher berichtet habe, konnte durch die Einrichtung einer Sozialgenossenschaft große Fortschritte erziehlt werden, so dass dadurch mittlerweile 142 Häuser fertiggestellt sind und sich mehr als 262 Häuser im Bau befinden. Desweiteren konnten über Kredite der Genossenschaft 23 Tuc-Tucs (motorisierte Dreiräder) gekauft werden.
Das große Bauprojekt der neuen Kirche macht weitere Fortschritte und die Fertigstellung in greifbare Nähe gerückt. Zwei kleinere Kirchen in den Gemeinden Maheswaraparam und Kalakurru sind bereits neu gebaut und vom Bischof eingeweiht.
Auch kümmere ich mich um die Versorgung der Kinder in den Schulen, kaufe Bücher, Kleidung, Lehrmittel und sorge für das Mittagessen. 24 Lehrer und Lehrerinnen helfen mir dabei über 800 Kinder zu betreuen. Es gibt 4 Schulen, eine in Jalipudi, die anderen in den Ortschaften der Mission. Die Gebäude sind in einem schlechten Zustand und müssen bald renoviert oder neu gebaut werden. In allen 19 Missionsstationen habe ich Abendschulen eingerichtet. Hier können die Kinder von der ersten bis zur zwölften Klasse, von vier Uhr bis sieben Uhr abends, zusammenkommen um ruhig und konzentriert lernen zu können. Zu Hause ist das nicht möglich, da die Häuser meist nur ein Zimmer haben.
Alle diese Arbeit könnte ich ohne ihre finanzielle Unterstützung nicht leisten und bin dafür sehr dankbar.
In besonderer Weise möchte ich mich bedanken für die Liebe und Gastfreundschaft, die meinen Aufenthalt hier so angenehm gemacht haben, so dass ich mich wie zu Hause fühlte.
Möge Gott euch und eure Familien segnen.











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Bericht von Anna Draxler


Leben in einer ganz anderen Welt Teil 2

Mit einem herzlichen Lächeln und kulturellen Ritualen wurde ich am 1. August 2017 in Jalipudi (Andhra Pradesh, Indien) von bekannten Gesichtern mit großer Freude empfangen. Es war sehr aufregend und spannend, da ich zwar ungefähr wusste, was auf mich zu kommen wird, ich jedoch nicht ahnte, wie die Menschen und die Umgebung sich nach zwei Jahren  verändert hatten.
Nach meiner Ankunft bezog ich mein altes Zimmer im Pfarrhaus, direkt neben der neu erbauten Kirche und begab mich anschließend mit Pfarrer Babu George zum Essen, um mich nach unsere langen Fahrt von Deutschland nach Indien mit Reis zu stärken.
Reis bekomme ich hier jeden Tag mindestens zwei Mal zu essen.
So begann meine zweite Reise nach Indien.
In der Umgebung von Jalipudi hat sich seit meinem letzten Aufenthalt einiges verändert. Die Grundschule ist fertig gebaut und es findet auch schon Unterricht darin statt. Die kaputte Kirche ist abgerissen und der Rohbau der neuen, größeren Kirche steht in Mitten des Pfarrplatzes und im Dorf sind alle Wege asphaltiert worden. Nun ist es wesentlich leichter in der Regenzeit, ohne dabei  schmutzig zu werden, auf die Straße zu gehen und auch alle Wege mit dem Otto (Riksha) fahren zu können.
Es freut mich zu sehen, dass sich so viele Dinge zum Guten hin verbessert haben.
Ich begann Haus- und Dorfbesuche mit dem Schwestern zu machen und wurde von vielen Leuten mit lächelnden Gesichtern und respektvollen Verbeugungen begrüßt. Dabei berühren sich beide Handflächen vor der Brust und der Oberkörper beugt sich leicht nach vorne. Aufgrund meiner "hervorragenden" Telugu-Kenntnissen (Sprache), kann ich die Leute mit einem freundlichen – Bagunara – (Wie geht es dir?) begrüßen. Dies zaubert Vielen ein Grinsen ins Gesicht.
Die Hälfte meines Tages verbringe ich mit Lachen, was unter anderem auch an den tollen Menschen liegt, welche mich jeden Tag umgeben. Zu nennen sind die vier Schwestern, die sehr gut auf mich aufpassen, das Küchenpersonal, das mich jeden Tag mit tollen indischen Köstlichkeiten versorgt, die Kinder, die mich feiern wie einen großen Popstar und natürlich Pfarrer Babu George, der mir die vielen und vielseitigen Erfahrungen ermöglicht und mir hilft, das Leben hier besser nachvollziehen und verstehen zu können.
Großartiges leistet er hier, über das ich nur staunen kann. Mit unserer Hilfe ermöglicht er vielen armen Kindern in die Schule zu gehen und zu studieren, um dann ein besseres Leben führen zu können. Viele Kinder habe ich wieder gesehen, die jetzt auf eine sehr gute Schule gehen und sich daher auch auf Englisch mit mir unterhalten können.
Alle Dorfbewohner kommen mit jeglichen Problemen zu Pfarrer Babu George, und er versucht immer mit Wort und Tat zu helfen. In vielen Fällen konnte ich beobachten, wie er die Lebensbedingungen der Menschen verbessert hat und auch bestimmt noch weiter verbessern wird. Einige Leute haben neue Aufgaben und Tätigkeiten, wie zum Beispiel, Betreuerin bei den Hausaufgabennachmittagen oder Köchin für das Mittagessen der Schulkinder, bekommen.
Aber Pfarrer Babu George hilft nicht nur mit Taten, sondern auch mit Worten. Er führt viele Gespräche und versucht zum Beispiel die Wichtigkeit der Schule sowohl den Kindern, als auch den Eltern zu vermitteln. Viele für uns selbstverständliche Dinge versucht er den Menschen dort mit viel Engagement näher zu bringen.
In vielem sind wir den Menschen hier in Jalipudi und Umgebung einiges voraus, doch mich faszinieren das Miteinander und die Mitmenschlichkeit untereinander. Viel Zeit habe ich bis jetzt mit den Frauen in der Küche verbracht, die täglich Wäsche waschen, putzen und kochen. Alles wird dort gemeinsam gemacht, ohne Zeitdruck und ohne Störungen von elektronischen Geräten. Es wird zusammen gegessen, zusammen gearbeitet und zusammen gelacht. Ich fühle mich sehr wohl und genieße das Leben in einer tollen Gemeinschaft.
Erneut freue ich mich hier in Indien bei Pfarrer Babu George sein zu können und ich bin gespannt auf viele weiter Eindrücke und Erfahrungen.

Viele Grüße aus Jalipudi
Anna




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Bericht 2017

Meine lieben Freunde der indischen Mission!

Auch diesmal kann ich wieder über den erfreulichen Fortschritt meiner Missionsarbeit berichten.
Die Ausbildung der Frauen im Nähzentrum geht voran. In diesem Jahr werden 12 Frauen im Handarbeiten ausgebildet.
Im letzten Jahr konnte ich 15 Frauen nach der Ausbildung eine Nähmaschine mit nach Hause geben.
Der Schulunterricht für die Kinder konnte durch den Abriss und Neubau einer Schule weiter verbessert werden.
Der Zustand der anderen Schulen ist sehr schlecht und müssen dringend renoviert werden.
Zur Zeit sind durchschnittlich 95 Kinder an den Schulen und 26 Lehrer und Lehrerinnen für die Betreuung beschäftigt.
Die begonnenen Baumaßnahmen schreiten voran. Die neue Pfarrkirche ist weiter gewachsen und auch schon das Dach fertiggestellt.
Auch der Neubau der 2 Kapellen schreitet zügig voran und können bald genutzt werden.
Für die Unterstützung dieser Projekte und meiner Missionsarbeit sage ich herzlichen Dank und hoffe auch im nächsten Jahr wieder hier zu sein.
Besonders danke ich Allen, die mir den Aufenthalt hier so angenehm machen, so dass ich mich wie zu Hause fühle.









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